Formandsberetning

LHN Generalforsamling 1. marts 2022 - formandsberetning Chrístian Kock

Dies ist mein erster Bericht als Vorstandsvorsitzender des LHN.

Ich will heute Abend mit einem herzlichen Glückwunsch an Jörgen Popp Petersen anfangen, zu seinem neuen Job als Bürgermeister in Tondern. Damit keiner vergisst, dass Jörgen seine politische Karriere hier im LHN angefangen hat, sind ihm 2 goldene Kuhhörner im Wert von 3 Millionen Kr. überreicht worden.

Wenn Jørgen biodynamischer Landwirt wäre, könnte er das eine Horn an einem Vollmond an der Südseite eines Misthaufens vergraben, dann wäre uns allen eine gute Ernte 2022 gesichert.

 

2021 hat mit Covid-19 angefangen und mit Covid-19 aufgehört, dazwischen sind die Preise für Ferkel und Schweinefleisch abgestürzt, die niedrigen Preise werden für viele Betriebe nicht verkraftbar sein. Die Volatilität der Preise für Ferkel und Schweinefleisch ist enorm. Wie man da als Landwirt agieren soll, wird noch viel Kopfzerbrechen geben.

Die Geflügelpreise waren 2021 durchschnittlich.

Alles andere ist 2021 im Preis gestiegen, hier denke Ich an Fleisch von Milchkühen und Mastrinder, Milch, Korn, Raps ja alles was wir Landwirte auf unseren Feldern anbauen. Leider stiegen die Preise für Futter und Energie auch an.

2021 war trotzdem für die meisten Schweinehalter ein durchschnittliches Jahr, Milchvieh und Pflanzenbau gut bis sehr gut.

 

Aftale om grøn omstilling af dansk landbrug / Landbrugsaftalen

Am 4. Oktober haben die Regierung, Venstre, Dansk Folkeparti, Socialistisk Folkeparti, Radikale Venstre, Enhedslisten, Det konservative Folkeparti, Nye Borgerlige, Liberal Alliance und Kristendemokraterne sich auf die ”Landbrugsaftale” geeinigt.

Diese soll die grüne Umstellung der Land- und Forstwirtschaft unterstützen und eine Verbesserung des Wassermilieus und mehr Platz für die Natur im ländlichen Raum schaffen.

Die Vereinbarung sichert eine Reduktion der Treibhausgasse mit 1,9 Mio. t CO2e im Jahr 2030 und eine Reduktion von Stickstoff im Wassermilieu mit 10.800 t im Jahr 2027.

All das sollen wir mit den folgenden Prinzipien erreichen:

  1. Die Landwirtschaft soll entwickelt und nicht abgewickelt werden.
  2. Die Landwirtschaft soll Klima- und Umweltfreundlicher sein, und zudem ökonomisch nachhaltiger.
  3. Die Landwirtschaft muss die Emission von Treibhausgasen meist möglichst senken in Bezug auf eine nachhaltige Entwicklung des Gewerbes, die Konkurrenzfähigkeit der dänischen Landwirtschaft, gesunde öffentliche Finanzen, Beschäftigung, Zusammenhangskraft und soziale Balance.
  4. Der Ausstoß von Nährstoffen soll gesenkt werden, um das Wassermilieu zu verbessern.
  5. Die Produktion der Landwirtschaft soll unter Rücksicht von Natur und Biodiversität erfolgen.
  6. Der Landwirtschaft sollen nachhaltige Rahmenbedingungen und der Arbeitsplatzerhalt in allen Teilen Dänemarks gewährleistet werden.
  7. Die Landwirtschaft soll Arbeitsplätze schaffen und gute, gesunde, klima- und umweltfreundliche und sichere Lebensmittel produzieren und dadurch ihre Position am dänischen Export festhalten.

Das sind die Richtlinien in „Landbrugspakken“. Wenn alle beteiligte Parteien das wirklich ernst meinen, und die Landwirtschaft Arbeitsplätze schaffen soll, dann sieht die Zukunft finde ich gut aus für die Landwirte, die bereit sind sich und Ihren Betrieb zu ändern und sich der Zukunft zu stellen.

In der Reform werden auch „lavbundsjord“/Moore, Güllehandhabung, die CAP-Reform von Dänemark ausgespielt und vieles mehr genannt. Siehe Tabelle 3.

 

Den ökonomischen Zusammenhang könnt ihr in Tabelle 2 sehen.

Leider finde ich auf den 15 Seiten der neuen grünen Reform kein einziges Wort über die Aufnahme von CO2 durch die Pflanzen auf unseren Feldern, das ist doch sehr bedauernswert.

Diese Aufnahme von sehr großen Mengen CO2 müssten wir doch von der Emission unserer Tiere abziehen können.

Der LHN wird eine Mitgliederveranstaltung zu der neuen CAP-Reform abhalten.

 

Lavbundsjorder

Im LHN hat Louise Riemann eine Ausbildung zum „Udtagningskonsulent“ gemacht, das bedeutet das sie euch über die Möglichkeiten der Vernässung von Niederungen und Mooren beraten kann.

Zu diesem sehr großen Thema, das man auch biologischer Klimaschutz nennen kann, wird der LHN auch eine Mitgliederveranstaltung halten.

 

Landbrug & Fødevarer

L&F arbeitet mit all den Herausforderungen, die wir in der Landwirtschaft haben. Die LF-Homepage ist einen Besuch wert. Hier gibt es aktuelles Wissen, Zahlen und Analysen bis hin zu Mitgliedervorteilen beim Kauf von Versicherungen, Legolandbesuche oder auch ein Hotelaufenthalt bei Vejle Fjord.

Nebenbei habe Ich auf der Homepage gelesen, dass die dänische „Fødevareklynge“ 2021 für ein Viertel des gesamten Warenexports verantwortlich war und das für sage und schreibe 162 Mia. Kr.

Dafür haben 189.000 Eigentümer und Angestellte gesorgt.

Der Vorsitzende von L&F, Søren Søndergaard, hat mich auf meinem Betrieb besucht, um mich kennen zu lernen und auch über den LHN zu hören. Dafür will ich ihm danke sagen.

Der LHN-Vorstand fährt jedes Jahr zur L&F Delegiertenversammlung nach Herning. Wenn Interesse dafür wäre, könnten wir ein paar interessierte Mitglieder gern nach Herning einladen.

 

Mein erstes Jahr als Vorsitzender

Ich habe das Amt des Vorsitzenden vom LHN am 22-03-2021 angetreten. Mein Ziel für 2021 war vom ersten Tag an, dass der Vorstand, Dirk Bucka Andresen 2. Vorsitzender, Harro Marquardsen, Dirk Nico Jürgensen, Uwe Matzen, Jan David und Carsten Schmidt (mitarbeitergewähltes Mitglied) zusammen mit Direktor Tage Hansen, heute Abend bei der Hauptversammlung eine positive Bilanz für das Jahr 2021 vorweisen könne. Dies ist uns trotz den tüchtigen und sehr engagierten Mitarbeitern des LHN und unserem Vorstand nicht gelungen.

Da Tage Hansen in wohlverdiente Rente geht, will der Vorstand diese Gelegenheit für einen „Turn Around“ benutzen.

Das bedeutet, dass der oder die neue Direktor(in) eine feste Aufgabe darin erhält, den LHN fit für die kommenden Jahre zu machen. Diese Aufgabe wird nicht einfach werden, aber wenn die Mitarbeiter, der Vorstand und der oder die neue Direktor(in) alle an einem Strang ziehen, dann können wir zusammen viel bewegen.

2021 habe ich mich auch in einem TEAMS-meeting den Mitarbeitern vorgestellt.

Ich war auf den Sommerveranstaltungen der Kreisvereine Tingleff und Hadersleben /Apenrade.

Dirk Andresen und ich waren zum 25-jährigem Jubiläum von Jette Erichsen. In Ihr ist mehr Energie als auf der 70 ha großen Photovoltaik Anlage auf der anderen Straßenseite des LHN.

Jette ist auch ein Wunder der Natur, da sie neben ihrer Arbeit, die sie sehr gut macht, seit 25 Jahren ununterbrochen redet oder lacht manchmal redet und lacht sie auch gleichzeitig.

Noch einmal herzlichen Glückwusch zu deinem Jubiläum von uns allen.

2022 war ich zusammen mit Tage bei Mitgliederversammlungen vom Kreisverein West, Harro Marquardsen, Hadersleben, Hans Kock und Apenrade, Dirk Jürgensen beim Kreisverein Tingleff, Dirk Andresen war ich leider verhindert.

Es macht sehr viel Spaß auf einer Mitgliederversammlung dabei zu sein.  Alle können in einem engen Kreis mitdiskutieren - man kann sagen, die Gedanken sind frei. Beim Kreisverein Apenrade hat Johannes Simonsen sogar die Invasion von den Russen in der Ukraine vorhergesagt.

Letztlich kann ich euch versichern, dass die Angestellten des LHN alles tun um euch, die treuen Kunden, die beste Beratung zu geben.

Christian Festersen wurde vorige Woche die Frage gestellt, ob eine Vergrößerung der Brüste einer Stripperin von der Steuer absetzbar sei. Kurz nachgedacht meinte er dann, dass das nicht gehe, weil das für ihr Gewerbe gut wäre aber auch privat wäre, und das kann man dann nicht von der Steuer abziehen. Steuerberater sein ist nicht einfach.

Wir gratulieren dir alle herzlichst zu deinem 40-jährigem Jubiläum, das du heute - am 1. März -hast.

Zu guter Letzt hat Claus Erichsen sein 50-jähriges Jubiläum als Pflanzenbauberater am 1-4-2022. Es ist schwer mit Worten zu beschreiben was Claus für den LHN bedeutet. Ich kann nur sagen was Claus an Zeit und Engagement in seine Arbeit getan hat, das sucht seines gleichen.

Herzlichen Glückwusch auch an Dich, Claus.

  

Klima

Ich werde jetzt versuchen ein bisschen konkreter auf die Problemstellung des Treibhauseffektes einzugehen.

Vor ca. 200 Jahren hat die Menschheit damit begonnen, Kohle, Erdöl und Erdgas für die Herstellung von Strom und Wärme zu nutzen, dadurch wird der eingelagerte Kohlenstoff wieder in die Atmosphäre gebracht. Die neuesten Messungen von der CO2-Konzentration in der Atmosphäre sind auf den höchsten Wert der letzten 3. Mio. Jahre gestiegen, und sind jetzt auf 412,5 ppm.

Die Gewinnung von Kohle, Erdöl und Erdgas hat aber auch die Industrialisierung angetrieben und die Lebensqualität und den Wohlstand der Menschheit unfassbar erhöht.

Ohne Diesel und Strom wäre die moderne Landwirtschaft undenklich.

Unsere Herausforderung ist, dass der hohe CO2-Gehalt in der Atmosphäre, unser Klima aus dem Gleichgewicht bringt. Es kann nicht genug Wärmeenergie der Sonne zurück in den Weltraum reflektiert werden, da das CO2 die Wärme zurück auf die Erde reflektiert und die Erde sich dabei mehr und mehr erwärmt.

Die Frage ist wie wir Landwirte am besten dazu beitragen, den CO2-Gehalt in der Atmosphäre zu stabilisieren, und 2050 CO2 neutral produzieren. Das sind wir unseren Kindern und Enkelkindern schuldig.

Ich werde jetzt von einigen Lösungen berichten.

Die einfachste Lösung ist stets effizienter zu produzieren. Dadurch verbrauchen wir weniger Energie und Rohstoffe, um das Gleiche zu produzieren. Zudem profitieren wir auch selbst davon.

Des Weiteren geht es darum auf grüne Energien umzustellen. Das wäre Windenergie, Photovoltaik, Biogas, Atomenergie und vielleicht auch Pyrolyse.

Damit der Trecker mit grüner Energie betrieben werden kann, kann man schon jetzt durch Elektrolyse Wasser mit Strom in Sauerstoff und Wasserstoff trennen. Wenn man dann in einer Brennstoffzelle den Wasserstoff mit Sauerstoff wieder vereinigt, entsteht Strom, der einen Elektromotor antreiben kann und damit auch Schlepper oder LKW antreiben kann. Das nennt man POWER to X.

Eine andere und auch sehr handgreifliche Möglichkeit ist es, Kohlenstoff im Boden zu speichern. Dies ist durch den Aufbau von Humus möglich. Humus besteht aus bis zu 58 % Kohlenstoff.

Der Aufbau des Humusgehaltes unserer Böden gelinkt am besten, wenn man das Bodenleben mit organischem Material füttert. Das heißt den Boden durch Zwischenfrüchte bedeckt halten, minimale Bodenbearbeitung, Stroh auf dem Acker lassen, neue Fruchtfolgen und eine gute Beratung.  Dies können wir im LHN unseren Kunden auch anbieten.

Unsere Pflanzenbauberatung angeführt von Hans Henrik Post, Kristian Petersen und Neuzugang Thomas Krogh Rossen würden sich freuen, wenn sie schon dieses Jahr Interessierte Landwirte in einer ERFA-gruppe für den Humusaufbau begeistern könnten.

Denn je Prozent Humus sind, auf 25 cm Bodentiefe berechnet >20t/ha C (Kohlenstoff) und >2.000 kg N (Stickstoff) gespeichert.

Zuletzt ein Wort über die schon lange diskutierte CO2 Abgabe.

Durch das Fressen von Korn, Raps, Soja und Raufutter setzen unsere Nutztiere CO2 und Methan frei, das in die Atmosphäre gelangt. Durch die Fotosynthese wird das CO2 wieder in Korn, Raps, Soja und Raufutter eingelagert. Das nennt man den CO2 Kreislauf. Wenn die Politiker dieses berücksichtigen, habe ich kein Problem mit einer CO2 Abgabe.

 

Ich danke dem Vorstand, den Angestellten, unseren Mitgliedern und Kunden und unseren dänischen und deutschen Geschäfts- und Vereinsverbindungen für die gute Zusammenarbeit.

 

Ich danke für die Aufmerksamkeit.

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